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Kategorie: Aktuell

Nicht nur die Ukraine leidet unter dem Krieg, auch wir spüren deutlich, wie verzahnt die Strukturen der Welt sind Güter werden knapp oder Preise steigen durch Spekulation. Gas und Kraftstoff sind noch in gleichem Maß wie zuvor verfügbar, trotzdem explodieren die Preise.

Davon profitieren die, die sich alternative Energie ihre Fahne geschrieben haben Firmen die Solaranlagen bauen, haben ein Auftragsvolumen, dass in diesem Jahr wohl nicht mehr abarbeiten können. Autos sind gefragt wie nie zuvor, außerdem sollen sie ja so ungeheuer preiswert im Betrieb sein.

Schon als der Kraftstoff noch 1,50 € je Liter kostete, floss etwa ein Euro davon an den Staat. Von den 0,50 €, die wir nun mehr zahlen kassiert der Fiskus etwa ein Fünftel über die Umsatzsteuer, macht fünf Euro, wenn man 50 l tankt. Zusätzlich zu den rund 50 €, die schon vorher an den Staat gingen. Mit den 50 l fährt das Durchschnittsauto ca. 700 km, die kosten dann 100 €.

Mit jedem Elektrofahrzeug verliert der Staat also etwa 55 € bei diesen 700 km. Aber wir benötigen Strom, etwa 20 kWh je 100 km. Bei derzeit etwa 35 Ct je kWh kostet das etwa 50 € für 700 km. Der Kraftwerkbetreiber erhält davon etwa 20 %, es kassiert auch der Netzbetreiber. Auf einer Ihrer Webseiten sagt die Bundesregierung, dass sie rund die Hälfte des Strompreises in Form von Abgaben erhält, in diesem Fall also 25 €

Merke: Wenn jemand ein  E-Auto fährt, entgeht dem Staat viel Geld. Das wird er sich wieder holen, sehen wir den Straßenzustand und die Ebbe in der Staatskasse.

Noch ein Problem: Der Akku eines Elektrofahrzeuges sollte 60 kWh fassen, auch wenn es heute oft noch weniger ist. Will man die in 20 Minuten in den Akku hineinbekommen, muss die Ladeleistung 180 kW sein. Technisch ist das machbar, das Ladekabel benötigt dann aber schon Wasserkühlung. Ein durchschnittlicher Mittelspannungstrafo, der unserer Haushalte versorgt, hat (vereinfacht gesagt) eine Leistung von 630 kW. Im Durchschnitt sind etwa 300 Haushalte daran angeschlossen. Alternativ kann man 3,5 Autos schnellladen. Ein Anschluss für ein Einfamilienhaus kann maximal rund 22 kW liefern. Eine moderne Wallbox kann das problemlos einem E Auto zuführen, allerdings bleibt es im Haus dann dunkel und die Küche kalt. Das Laden dauert dann etwa 3,5 Stunden. Weiter dürfen dann auch nur 29 Autos gleichzeitig geladen werden, mehr gibt der Trafo einfach nicht her.

Wir sehen, die Realität setzt der E-Mobilität sehr schnell Grenzen. Einmal abgesehen davon, dass wir die erforderliche elektrische Energie nicht zur Verfügung haben. Wir haben in der BRD fast alle Atommeiler abgeschaltet, die restlichen folgen, sicher keine schlechte Entscheidung. In Kürze sollen auch Kohlekraftwerke entfallen. Bei dem Tempo, in dem wir Windräder bauen, müssen wir bald viel Atomstrom importieren.

Ja, die Zahlen wurden gerundet. Manches Fahrzeug braucht weniger Kraftstoff, andere dafür mehr. Das gilt ebenso für den Verbrauch von E-Autos. Insgesamt soll dabei aber wohl klar werden, dass wir das Problem nicht mit ein bisschen Ökostrom lösen können.