Nur noch zwei Tage bis Weihnachten, aber alles ist anders. Eine Woche Haft haben wir nun schon hinter uns. Auch ein bisschen Pfingsten schon zu spüren. Der Heilige Geist ist noch über einige Volksvertreter gekommen, denn Sie haben die zweifelhafte Wirkung der Rotzlappen (Verzeihung Alltagsmaske) wohl begriffen. Weshalb sonst, gibt es die großzügige Gabe von drei wirksamen FFP2-Masken?

Ebenso hat sich wohl jetzt auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch Kinder das Virus übertragen und erkranken können. Allerdings gibt es auch welche, die durch völlige Lernresistenz glänzen: Nordrhein-Westfalens Kultus-Tante will hartnäckig am Regelunterricht festhalten. Jedenfalls in den ersten sieben Klassen plant sie das ohne Einschränkung. Und der Große Armin lässt sie gewähren.

In der Weihnachtswoche werde ich wohl Menschen aus drei Haushalten treffen. Keine Sorge, nacheinander! Dennoch versucht Herr Laschet mir deshalb ein schlechtes Gewissen einzureden. Im Schuldienst begegnen mir innerhalb einer Woche in der Regel etwa 200 Schüler und etwa 70 Kollegen. Praktisch alle aus verschiedenen Haushalten! Mit den meisten bin ich auch 90 Minuten im gleichen Raum. Das ist vertretbar, um das so zu verstehen, brauche ich auch wohl eine Extradosis vom Heiligen Geist!

Etwa 10-14 Tage nach einer Infektion gelangen die schwer erkrankten auf die Intensivstation und bleiben dort im Mittel fünf Wochen. Mitte Januar wird sich die Lage in den Kliniken deshalb wohl kaum verbessert haben. Spätestens dann wird die Haft wohl noch verschärft und verlängert. Es wurde ja schon angedeutet, dass das bis zum Frühjahr dauern kann, das sind ja nur noch vier Monate.

Die massenhafte Infektion muss eingedämmt werden. Nur muss man bezweifeln, dass das unter diesen Umständen gelingen kann.