Endlich kann sich jeder impfen lassen, die Priorisierung ist Geschichte. Herr Spahn und andere Größen wollen Lob.

Wäre angemessen, wenn es eine Chance auf eine baldige Impfung gäbe. Da der Gesundheitsexperte auch bei Organisation der Beschaffung des kostbaren Stoffs versagt hat, sieht es duster aus. NRW vergibt zurzeit gar keine Termine für Erstimpfungen, bundesweit werden etwa 2/3 der Vaxine für Zweitimpfungen benötigt. Den schwarzen Peter haben nun die Hausärzte, die die Impfwilligen nun abweisen sollen.

Herr Spahn drängt sich nun mit dem digitalen Impfpass erneut in das Rampenlicht. Bis Ende Juni soll jeder den haben können. Wie das gehen soll, sagt er nicht, Apotheker und Ärzte sollen das richten. Das wird wohl auch so ein Rohrkrepierer wie die Masken für Risikogruppen (vor Weihnachten), Möglichkeit zum Schnelltestest (Januar), Impfterminorganisation (Februar bis April), Entsorgung von mangelhaften Masken durch soziale Randgruppen (Mai, Juni).

Und das ist nur eine kleine Auswahl. Immer wieder gibt es vollmundige Ankündigungen zu Aktionen, die nicht  durchdacht sind und von anderen dann umgesetzt werden sollen. Vor allen Versprechungen, wie jetzt den digitalen Ausweis, hätte er ein Konzept zur Umseetzung entwickeln sollen. Digital ist zurzeit modern, geschätzt haben aber mehr als 50% der (älteren, vollständig geimpften) Bürger nicht einmal ein Handy, das als Ausweis geeignet wäre.

In der Digitaltechnik werden Informationen ausschließlich mit Nullen und Einsen dargestellt. Möge jeder selbst entscheiden, welche der Ziffern man zur Beschreibung der Leistungen von Herrn Spahn benötigt.