Aufbruch in die nächste Stadt, der letzten Station auf unserer Reise. Los ging es um 8:00 Uhr, nach 1 Stunde etwa ein Halt an einer Raststätte, deren Spezialität American Pie ist. Irgendein Thai ist in den Staaten reich geworden, er kam zurück und hat ein Café aufgemacht und amerikanischen Kuchen verkauft. Er wurde sehr geschätzt, weil er fast allen Menschen des Ortes eine Arbeit verschaffte. Er weilt zwar nicht mehr unter den Lebenden, aber das Café gibt es noch immer und dort wird immer noch Kaffee und Kuchen verkauft. Das ist so eine Stunde nach dem Frühstück genau das, was man dann braucht.

Weiterfahrt, nach 1 Stunde Geysir, oder einem Pfützchen, das mal ein Geysir werden will. Stinken konnte der Kleine schon ganz gut.

Weiter! In der Mittagszeit Ankunft in Chang Mai, unser letzter Zielort. Aber vor dem Zieleinlauf stand noch das Wat Phra That Doi Sutep (wie soll man sich so einen Namen wohl merken?) auf dem Programm. Das liegt etwa 900 m oberhalb der Stadt an einem Berghang. Und das nur, weil irgendwann ein mit einer Reliquie „beladener“ Elefant sich an dieser Stelle dreimal geweigert hatte, weiter zu gehen. Deshalb wurde hier ein Kloster gebaut und die Reliquie hier ordentlich in einem Chedi untergebracht.

Rauf kam man nur mit einem Sammeltaxi, an Wochenenden ist diese Straße für Busse gesperrt. Wir erwischen ein mörderisches Gerät und einen Fahrer, der seine schnellstmögliche Inkarnation anstrebte. So war jedenfalls sein Fahrstil! Auch für uns wünschte er sich offensichtlich eine schnelle Wiedergeburt, denn im Wagen hat es fürchterlich nach Abgasen gestunken.
Oben dann zur Krönung noch ein Stückchen Seilbahnfahrt, wie es J.T. formulierte. Das war nur ein Schrägaufzug, aber so genau kommt das wohl nicht hier.


Die Tempelanlage war voll, ziemlich goldig, und wir mussten ein Examen über unser Wissen über Buddha ablegen. In einigen Fresken waren Szenen aus der Lebensgeschichte Buddhas dargestellt, wir mussten sie erkennen und benennen. Letztlich war auch das geschafft, nach einigem Suchen hatten wir unsere Schuhe wieder gefunden, die man in jedem Heiligtum auszieht. Dann ging es wieder runter. Das Auto war zwar besser, aber die Hecktür des Fahrzeugs war während der ganzen Abfahrt offen. Wir saßen quer zur Fahrtrichtung links und rechts auf Bänken im Fahrzeug. Etwas Schwund ist eben immer…

Einchecken im Hotel, dann mit weiteren Sammeltaxis in die Stadt. Das Abendessen mussten wir uns selbst zubereiten, ein Kochkurs in einem thailändischen Restaurant. Unter Anleitung mussten wir schnibbeln, rühren, kochen. Das Ergebnis sah ganz gut aus. Es hat auch geschmeckt, es war nur einfach zu viel. Unmittelbar waren auch keine Vergiftungserscheinungen feststellbar, auch nicht am folgenden Tag.

