Peru.
Darüber wussten wir vor der Reise, dass es in Südamerika liegt, dass es mit den Anden ziemlich hohe Berge hat, dass eine halbe Ewigkeit die Inkas dort die wichtigste vorherrschende Kultur waren, bis sie von den Spaniern erobert wurden. Und, dass auch Karl May einen Teil seiner Erzählungen in dieser Region spielen lässt. Das ist eigentlich recht wenig.
Und ein Fehler dabei ist: Die Zeit, in der die Inkas dort entscheidend wirkten, hat keine 100 Jahre gedauert!
Wir sind nach Peru geereist, um mehr zu erfahren. An dieser Stelle sollen unsere Eindrücke aus dem Land und die Erlebnisse geschildert werden.
Aus den Unterlagen des Reiseveranstalters:
Vorweg: Peru vereinigt sehr viele Völker. Verzeihung: Heute muss das Ethnien heißen. Es sind etwa 60 Ethnien, die heute in Peru leben. Diese Völker sprechen auch heute noch 40 Sprachen. Spanisch ist die Amtssprache Perus, aber entsprechend des Artikels 48 der Verfassung wird einer Sprache, die von indigenen Einwohnern in weitem Umfang gesprochen wird, ebenfalls der offizielle Status anerkannt. Die zwei meistgesprochenen einheimischen Sprachen in Peru sind Quechua und Aymara.
Insgesamt sind es etwa 33 Millionen Menschen, von denen circa 13 Millionen in Lima wohnen. Lima wächst trotzdem noch weiter. Viele Bewohner abgelegener Gegenden erhoffen sich hier bessere Lebensbedingungen. Bis dahin ist es ein sehr langer Weg. Wohnraum ist in Lima knapp, neue Bürger siedeln sich in den Randbezirken der Stadt an, an den Hängen der Berge rund um die alte Stadt. Diese Randbezirke sind oft nur Slums, fließendes Wasser und Elektrizität gibt es doch nicht. Das ändert sich nur langsam, denn die Verwaltung ist kaum in der Lage, den Zustrom der Menschen zu kanalisieren.
Der größte Teil der Landesfläche liegt für uns in kaum vorstellbaren Höhen oberhalb von 3000 Metern. Auch oberhalb von 4000 m wird noch Ackerbau betrieben. Es gibt zahlreiche Berge, die die 6000 m Grenze noch überragen. Peru liegt an der Kontaktfläche zweier Kontinentalplatten. Die sind für die Entstehung der Anden verantwortlich. Sie sorgen auch heute noch für zahlreiche Erdbeben in der Region.
Das Land hat eine lange Geschichte, die von wechselnden Völkern bestimmt wurde. Das letzte Volk waren die Inkas, ehe die spanischen Eroberer bei ihren Raubzügen das meiste der alten Kulturen zerstörten.
Auch der Bergbau hat große Bedeutung für Peru. Sehr viele Elemente des Periodensystems werden hier gefunden und gefördert. Ein großer Teil der Peruaner lebt aber direkt oder indirekt vom Tourismus. Nicht einmal die Hälfte von ihnen hat eine feste Anstellung. So lebt ein großer Teil der Bevölkerung am Existenzminimum.
Wir reisten mit einem Unternehmen, dass auf Studienreisen spezialisiert ist. Es fand eine Reisegruppe aus 22 Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Deutschland zusammen. Wohl auch dank unserer Reiseleiterin Frau B. F. entwickelte sich sehr schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das zu einem sehr angenehmen Reiseverlauf erheblich beitrug. Unsere Reiseleiterin war fachlich und in der Menschenführung sehr kompetent, sie verdient sicherlich einen Spitzenplatz in der Hierarchie der bisher angetroffen Reiseleitungen.
Über den Verlauf der Reise soll hier berichtet werden, das Bild aus den Reiseunterlagen gibt zunächst einen Überblick über die Tour.
In diesem Reisebericht sind viele Fotos eingebunden. Mittelpunkt dieser Aufnahmen sind nicht einzelne Menschen aus der Reisegruppe. Dennoch sind an einigen Stellen Personen abgebildet. Sollte jemand nicht damit einverstanden sein, auf einer Aufnahme gezeigt zu werden, bitte ich um eine Nachricht per Mail. Dann werde ich die Seite entsprechend ändern.
Aus den Unterlagen des Reiseveranstalters
