Cusco stand auf dem Plan, doch das klappte nicht so ganz, wie es geplant war. Es war nämlich Karfreitag, und Peru ist ein stark vom katholischen Glauben, geprägtes Land. Die Kirchen waren also durch Gottesdienste "in Gebrauch" und daher für die geplante Besichtigung nicht erreichbar. Besonders bei der Kathedrale ist das sehr schade gewesen. Hier in Peru haben der Gründonnerstag und der Karfreitag einen besonders hohen Stellenwert. Am Karfreitag ziehen viele Prozessionen durch die Stadt, die entweder die Gottesmutter Maria oder aber das Grab Jesu mit sich führen. Diese treffen sich dann an einer Stelle, der Höhepunkt dieser Prozessionen.


So lag der Schwerpunkt in einer Besichtigung eines ehemaligen Klosters, das mitten in eine alte Tempelanlage gebaut worden war. Wir sahen dort etwas, was wir auch schon an anderen Stellen beobachten konnten. Massive Steinquader, perfekt aneinandergefügt, waren so verbaut, dass sie alle leicht nach innen geneigt waren. Diese Bauweise erhöht die Erdbebenstabilität ganz erheblich. Die Klosterkirche war auch hier nicht zugänglich. Kurioserweise durften wir auch hier die Bilder und Wandmalereien außerhalb der Kirche nicht fotografieren. Dagegen war alles aus den alten Kulturen zur Ablichtung freigegeben. Charakteristisch: Die trapezförmigen Öffnungen und schräg nach hinten laufende Mauern zur Verbesserung der Stabilität bei Erdbeben,


Später machten wir unseren Rundgang durch die Stadt, in der trotz des Feiertags erheblicher Trubel herrschte. Weiter ging es noch in ein weiteres Museum. Da wir alle schon ein paar Stunden Pflaster treten hinter uns hatten, war die Luft schon ein wenig raus. Die meisten Mitglieder der Reisegruppe fanden sich im Museumscafé wieder.

Später ging es noch ein Stück weiter durch die Stadt, wir besuchten die charakteristischen „Plätze der Größe“ und wurden dann in den freien Nachmittag entlassen.
Abends waren wir dann noch einmal in der Stadt zum Abschlussessen. Das letzte Abendmahl, auch wenn das eigentlich sinngemäß eher auf den Vortag gehört hätte.