Der Aufbruch erfolgte um 7:45 Uhr, da 8:00 Uhr eine Bootstour zu den Gallist-Inseln auf dem Programm stand. Das Transportmittel war ein Schnellboot, zwei Outborder mit je 200 HP und es ging in Windeseile voran. Etwa 1 Stunde sind wir mit Vollgas gefahren worden. Bei diesem Boot bedeutet das etwa einen Durchsatz von etwa 300 l Sprit. Man muss kein bekennender „Öko“ sein, um dabei eine Gänsehaut zu bekommen.


Zuerst gab es eine Besichtigung einer Vogelkolonie in der Nähe eines Industriehafens. Die Vögel störte das nicht, aber ein paar schräge Vögel der Security des Hafens versuchten lautstark mit einer Sirene uns zu vertreiben. Hat nichts bewirkt. Auf diesem Inseln wohnen in großen Scharen Vögel, die große Mengen an Ausscheidungen produzieren. Der Vogelkot wird seit langer Zeit abgebaut und unter dem Namen Guano verkauft. Manche Vogelarten, zum Beispiel die Guanokormorane tragen sogar ihren Namen nach diesem Ausscheidungen. Auch heute werden diese Exkremente noch im Abstand von einigen Jahren abgebaut, verschifft und verkauft. Das ist noch immer ein sehr lukratives Geschäft. Diese Inseln stehen aber unter Naturschutz, da sie der Vogelwelt ansonsten ein ungestörtes Lebens und Brutgebiet geben.

Darüber hinaus findet man hier auch viele Pinguine, die aufgrund des kalten Wassers des Humboldtstroms sich dort wohl fühlen. Wir konnten Scharen der kleinen zierlichen Gesellen bei ihren Spaziergängen über die Felsen und ihrem morgendlichen Bad beobachten. Dazu hat wahrscheinlich auch das erstklassige Sonnenwetter beigetragen. Die Bootsleute sagten jedenfalls, dass selten so zahlreiche Beobachtung möglich seien. Auch ein paar Seelöwen bekamen wir zu Gesicht, einige im Wasser, andere nach dem morgendlichen Bad beim Trocknen auf einem Sandstrand.


Auch diese Freunde des Wassers waren zahlreich vertreten.
Weiter ging’s mit dem Bus durch die Küstenwüste, wobei wir an einigen Stellen einen großartigen Ausblick über das Meer und direkt daneben eine gigantische Wüste hatten.

Weiter ging es zu einer Destille mit einem angeschlossenen Lokal. Dort nahmen wir ein kleines Mittagessen ein. Na gut, es war eine gut organisierte Massenabfütterung in schöner Atmosphäre.

Auf einem kleinen Spaziergang durch die Felder und Gärten erfuhren wir, wie das Nationalgetränk Pisco hergestellt wird. Natürlich gab es auch eine Kostprobe, bei der wir verschiedene Produkte rund um den Pisco testen und auch kaufen konnten.

Im Paracas-Nationalpark besuchten wir ein kleines Museum, in dem die Geschichte der Küstenwüste sehr schön beschrieben war. Da hätte man durchaus etwas mehr Zeit gebrauchen können.

Anschließend fuhren wir noch in die Oase von Huacachina. Das ist aber mehr ein Touristenziel an der Grenze von gewaltigen Sanddühnen. Viel Rummel, noch mehr Andenkenverkäufer, keine echten Highlights. Kann man besuchen, muss man aber nicht unbedingt.
Den Abschluss des Tages bildete dann wieder ein gemeinsames Abendessen im Hotel.