Ein früher Start um 7:45 Uhr um Machu Picchu.

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Zunächst knapp 40 Minuten Busfahrt. In Ollantaytambo dann Umsteigen auf Peru Railway. Seltsame Sitten gibt es hier: Der Fahrgast kommt nicht alleine auf den Bahnsteig, sondern muss sich vor einem Gate aufstellen. Wenn es denn der Zuggesellschaft passt, wird man von einer Angestellten zum passenden Waggon gebracht. Er wird noch mithilfe des Passes geprüft, ob auch wirklich der auf dem Ticket stehende Mensch reisen will.

Im Zug, dann gibt es für jeden Waggon, den man nicht wechslen darf, einen eigenen Zugbegleiter. Der Service ist hier besser als bei mancher Fluggesellschaft. Nach anderthalb Stunden in Schleichfahrt wurde der Ort. Machu Picchu erreicht, dort muss man in einen Bus umsteigen, der zu den Ausgangstätten fährt.

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Die Warteschlange vor dem Bus ist mindestens 500 m lang, aber schon nach einer halben Stunde gehört man zu den Fahrgästen, nachdem natürlich wieder das Ticket anhand des Passes überprüft wurde. Weitere 40 Minuten später erreicht man die Ausgrabungen. Hier ist die Schlange kürzer und nach einer erneuten Passkontrolle erreicht man relativ schnell den Zutritt zu dem Gelände.

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Hier gibt es verschiedene Rundwege, von denen dem Besucher einer zufällig zugeteilt wird. Andere Wege sind verboten, stehen bleiben, ist unerwünscht, ein Stück zurückgehen, das geht gar nicht. Unsere Lokal Guide-Reiseleiterin war zunächst für die Führung zuständig. Nach einer halben Stunde waren wir im Gelände tatsächlich 100 m vorangekommen. In dieser Zeit haben wir mindestens dreimal erfahren, dass wir uns auf 2400 m Höhe befanden und der gegenüberliegende Berg, 300 m höher sei. Viel von dem Vorgetragenen war redundant und nicht besonders ansprechend. Von der alten Stadt sind noch relativ viele Häuser vorhanden, einige Terrassen, die früher landwirtschaftlich genutzt worden, sind noch sehr gut erhalten.

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Machu Picchu wurde von den Inkas genutzt, wahrscheinlich sogar in Teilen gebaut. So genau ist das nicht bekannt, die Quellen sind sich jedenfalls nicht darüber einig, ob nicht von vorhergehenden Kulturen Bauwerke weiter verwendet und ergänzt wurden. Die Stadt ist im ersten Teil des Urwaldes irgendwann aufgegeben worden und verschollen. Sie gerät in Vergessenheit, bis im vorletzten Jahrhundert sie durch ein Zufall entdeckt wurde. Man versuchte, etwas über die Geschichte dieser Stadt in Erfahrung zu bringen. Aufgrund ihres guten Zustandes wurde die Ruine und die vorgenommenen Ausgrabungen im Laufe der Zeit zu einem „Must see“ und die Zahl der Besucher wuchs sehr stark an. Wer Peru besucht hatte, musste auch diesen Ort gesehen haben. Das füührte dazu, dass der Zugang streng geregelt wurde und pro Tag nur eine bestimmte Zahl von Besuchern in einem vorher festgelegten Zeitfenster für eine bestimmte Zeitspanne den Ort besuchen darf.

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Wir haben auf unserem Rundweg ungefähr 1 km in dem Gelände zurückgelegt, manche alten Häuser und Reste eines Tempels besucht. Durch die Landschaft ist das durchaus beeindruckend, wer jedoch schon andere große Ausgrabungen in Mexiko, Kambodscha oder Ägypten besucht hat, wird nicht unbedingt in lauten Jubel ausbrechen. Dann ging es auf gleichem Weg zurück, erst mit dem Shuttle Bus, dann mit dem Zug. Der hatte rund eine halbe Stunde Verspätung, man fühlte sich wie zu Hause. Im Zug war richtig was los, eine Band spielte. Die Tische waren mit peruanischen Strickwaren dekoriert. In unserem Waggon wurde eine Modenschau veranstaltet. 

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Viele von uns hätten lieber ihre Ruhe gehabt. Anschließend ging’s wieder in den Reisebus, mit dem wir zurück ins Hotel fuhren. Dort endete nach einem gemeinsamen Abendessen der Tag.