Auch beim Frühstück ging es sehr luftig zu. Wählbar waren drei Typen A Thai B, amerikanisch C chinesisch. Der Entscheidungsprozess musste in maximal 10 Sekunden ablaufen, teilweise wurde auch automatisch die amerikanische Version serviert. Die Begeisterung für das Frühstück war sehr begrenzt: Kleine Portionen Marmelade, Butter und Toast in Kunststoffverpackungen sowie etwas Rührei, was insgesamt keinerlei Genuss war. Dennoch muss man nicht Hunger leiden.

Fast schon der übliche Tagesablauf: Busfahrt, ein Tempel, der What Pharathat Lampang. In diesem Tempel sollten wir etwas über buddhistische Zeremonien kennen lernen. Auch hier fanden wir eine wirklich schöne Anlage vor, die auch noch „im Betrieb war“. Gegen eine kleine Spende darf man auf ein orangefarbenes Band seinen Namen schreiben und einige Wünsche äußern. Das Band wird dann weiter gedreht, also auf gewickelt. Ist das Band voll, wird es um einen der Türme eines Chedis gewickelt, wo es einige Jahre bleibt. Bis es dann plötzlich verwittert ist. Auf diese Art und Weise werden die Anliegen der Menschen in den Himmel getragen.

   P Lampang 4   P Lampang 2

P Lampang 1  P Lampang 1

 Dann stand noch die typische Zeremonie an. Man benötigt einen kleinen Strauß Blumen, ein paar Räucherkerzen und eine kleine Wachskerze. Letzteres wird an einer heiligen Kerze angezündet und in ein Sandbett gesteckt. An dieser Kerze zündet man seine Räucherstäbchen an, nachdem man die Blumen in einer Schale abgelegt hat. Die Räucherstäbchen werden in eine große Schale mit Sand gesteckt, der Rauch trägt die Wünsche des Menschen in den Himmel.

Rauch 1   Rauch 1

Rauch 4  Rauch 5

Diese Tempelanlage war wohl so bedeutsam, dass man den heiligsten und wichtigsten Teil hinter Gittern gesichert aufbewahrt. Einige alte Bücher werden in Leinensäcken verpackt in Vitrinen aufgehoben.

Natürlich gibt es wie immer zahlreiche Buddha-Statuen. Diese und ihre Sockel waren erst vor kurzer Zeit erneut mit Gold überzogen worden. So wie uns das aber beschrieben wurde, kann das unmöglich abgelaufen sein.

 Annanas 1  Annnas 4

Annanas 2  Annanas 3

Weiter ging es zu einem Bauern, der Ananas anbaut. Das ist kaum mehr wirtschaftlich möglich, China macht erheblich Konkurrenz. Direkt vom Feld sind die Früchte sehr schmackhaft und tropfend. Ein willkommener Zwischenstopp!

Auf der weiteren Busfahrt erfuhren wir einiges über die Geographie und die Ethnien des Landes. Ein Stopp erfolgte beim Pratu Pa (Geisterpass). Viele Thailänder glauben, dass Menschen, die durch Unfälle, Mord oder Selbstmord zu Tode gekommen sind, erst einmal als aus Geist dienen müssen, ehe sie eine neue Inkarnation (Wiedergeburt) erfahren können. Deshalb wird nach bestimmten Regeln vor vielen Gebäuden ein Geisterhäuschen auf einen Pfosten aufgestellt, darin erhalten die Geister Speise und Trank, damit sie das Haus und bösen Einflüssen schützen. Da am Geisterpass schon sehr viele Unfälle passiert sind, ist er quasi ständiger Lieferant von neuen Geistern. Das gibt ihm seinen Namen.

Geister 1  Geister 6

Geister 2  Geister 5 

 Deshalb ist das der Geisterpass die ideale Stelle,, um die Geister zu ehren. Um unsere Schutzgeist zu aktivieren, zündete J.T. eine monströse Böllerkette. Wenigstens der Geist hat 0jetzt einen Hörschaden. Die die weitere Fahrt verlief ganz sicher. Ob es an den Böllern liegt, wer weiß das schon?

Geister 4  Geister 3

Es gab wieder einmal Suppe in einem abenteuerlichen Imbiss, ich möchte da nicht von Restaurant sprechen. Es war allerdings ganz lecker. Nach einem zusätzlichen Kaffee ging es noch einmal weiter. Wir waren gut in der Zeit und konnten daher noch an diesem Tag das weiße Kloster What Rong Khun besuchen. Es ist noch unvollendet und es handelt sich eigentlich um ein Kunstwerk, des Chailermchai Kositpipap. Der Künstler fertigte früher Werbetafeln und andere Wandmalereien an. Hier schafft der eine riesige Skulpturenwelt mit buddhistischen Motiven. Weiß ist im Buddhismus eine Farbe der Trauer, viele Buddhisten betrachten den weißen Tempel deshalb als eine Provokation. Dennoch ist dieses Bauwerk sehr beeindruckend, er glänzt durch tausende von Spiegel Scherben Putz in der Sonne.

 Weiß 1  Weiß2

Weiß 3  Weiß 5 Weiß 4 Weiß 6

Nach einem weiteren Kaffee legten wir die letzten Kilometer zurück.

Wir mussten in einem Ausweich-Hotel unterkommen, dem Mantrini Hotel Chian Rai. Darüber kann man aber nicht Klagen. Ein landestypisches Abendessen am Buffet und auch das Frühstück am nächsten Tag waren in Ordnung. J.T. versicherte uns, in Thailand seien alle Speisen garantiert kalorienfrei…