Es war nicht zu übersehen, dass die Wärmepumpe nicht auf die Außentemperatur reagierte. Bei -5°C (außen) und auch bei +12°C Lufttemperatur lieferte das Gerät Wasser mit 50°C. Sobald die Temperaturen sich den 0°C näherten, war es „arschkalt“. Nach 12 Tagen Urlaubsmodus über den Jahreswechsel hatte unser Wohnzimmer auch 24 Stunden nach der Rückkehr 15°C, einen Tag später immerhin schon 16°C.Da haben wir noch einmal die noch vorhandene Gasheizung benutzt, um zu überleben, einen halben Tag später konnten wir die Polarkleidung wieder ablegen.

Zeit verging, dann kam Herr M noch einmal. Er baute die defekte Umwälzpumpe. Er beanstandete, dass beim Einbau offenbar fest zugepackt wurde und sich dabei eine andere Verschraubung wieder gelöst hatte. Einige Wassertropfen waren ausgetreten. Da damals noch Kalk im Wasser vorhanden war, hatte der das Leck markiert, aber verschlossen. Etwa Kalk im Wasser ist wohl doch nicht so schlecht…  Der Werksvertreter, Herr M, erhob drohend den Zeigefinger, das werde wohl Nachfragen geben, das sei wohl kaum ein Gewährleistungsfall. Wenn Argumente fehlen, wird eine Drohgebärde aufsetzt und man taucht weg. Zur Erinnerung: Die Pumpe lief schon bei der Lieferung nur mit fester Drehzahl und ließ sich nicht einstellen. Wohl ein elektrisches Problem und kaum ein des Wassers. Ich hatte noch einige Fragen an Herrn M., der aber jetzt sehr zugeknöpft reagierte, als ich Fragen nach Details der Webseite der Anlage stellte. Die Regelung der Heizmitteltemperatur sei vollkommen korrekt. Einstellungen könne der Installateur Herr B ändern. Und der Leitwert des Wassers stimme immer noch nicht. Immerhin waren wir bei etwa 250 µS/cm, 100 µS/cm sollten wir unterschreiten. So wurde mir beschieden.

Kurz vor Weihnachten erfolgte wieder ein Gespräch mit dem Installateur Herrn B. Dem wurde bis  Mitte Januar Zeit gegeben, sich nun endlich eine Lösung zur Demineralisierung und zur Regelung einfallen zu lassen. Wir erhielten darauf einen Partikelfilter, der alleine aber viel zu grob gewesen wäre, Schlamm abzuscheiden. Das zeigte ein Probelauf. Es gab es immer noch Krümelchen im Wasser. Rostpartikel, Schmutz, trotz aller Filterung zuvor. Solange noch Luft im Wasser gelöst ist, ist das nicht verwunderlich. Und wir haben hier vieeeeel Wasser im System und in dem ist Luft gelöst, wenn es aus der Leitung kommt!

Im Januar haben wir wieder nachdrücklich nachgefragt. Nach etwa einer Woche meldete bis sich Herr P, der uns von Herrn B als Wärmepumpenspezialist genannt wurde und kündigte sein Escheinen an. Da konnte ich nicht widerstehen und habe doch Einstellungen der Wärmepumpe geändert. Wenn’s Müll gäbe, sollte das der Spezialist beheben! Nein, ich bin nicht in die Tiefen des Systems abgestiegen, nur in das erste Zimmer, in das man ohne Zugangscode kommt. Das ist im  Benutzerhandbuch für den Endbenutzer beschrieben wird. Es geht hier nur um zwei Zahlenwerte, die den unglaublich komplexen Regelalgorithmus unserer Heizungen festlegen sollen. Erklären wir das mal: