Heizkurven

Es gibt eine Außentemperatur, bei der sich die Heizung einschalten soll und eine zugehörige Heizmitteltemperatur. Bei uns sind es bei 15°C außen 30°C Wassertemperatur in den Heizkörpern. Bei 0°C benötigen wir etwa 50 C Wassertemperatur, um nicht zu frieren. Wenn es draußen also 15 °C kälter wird, muss das Wasser 20°C wärmer werden. Wird es 1 °C kälter muss das Wasser 1,3333°C  wärmer werden. Das ist ein primitives Modell, aber auch viele topmodernen Heizungssysteme benutzen solch ein System, oder es ist noch einfacher.

Bei diesem Verfahren muss man für irgendeine Temperatur festlegen, wie hoch die Wassertemperatur ist. Dann muss man als zweiten Wert festlegen, wie sich eine Temperaturänderung von einem Grad außen auf die Wassertemperatur auswirkt. Wie man das einstellt, ist herstellerabhängig. Das sieht manchmal kompliziert aus, das ist aber beabsichtigt. Unser Hersteller mit der Inotechnischen Idee hat sich da einige Nebelkerzen ausgedacht, die Einblicke erschweren sollen. Die Anlage  war seit der Inbetrieebnahme jedenfalls so, eingestellt dass sich die Wassertemperatur nicht veränderte. Das konnte ich abstellen, zunächst nach Augenmaß mit den Erfahrungswerten aus der Gasheizung und der Heizkörperberechnung. Und die Regelung tat anschließend das, was sie sollte! Als es noch mal riccchtig kalt wurde, waren nur noch minimale Korrekturen nötig,

Herr P kam, schaute sich die Anlage an und fand die Einstellungen so ganz brauchbar. Er beantwortete meine Fragen und billigte, dass der Benutzer die Grundeinstellungen korrigiert, so wie ich es getan hatte . Er bot an, sich das Betriebsprotokoll anzusehen, wenn ich es ihm zumailen würde. Wir konnten nämlich nicht mehr klären, weshalb der zusätzliche Wärmerzeuger bei der Kälte nicht eingegriffen hatte. Die Hydraulikstation speichert Daten nur wenige Tage und die Kältewelle im Haus lag zu lange zurück. Auf das Wasserproblem angesprochen bekam ich von ihm noch eine Adresse, an die ich mich zur Aufbereitung einmal wenden sollte. Das war mal eine positive Erfahrung.

Das empfohlene Unternehmen S war bereit, sich meines Wassers anzunehmen, allerdings erst 6 Wochen später und zu einem hohen Preis. Immerhin erschienen zwei Monteure zum vereinbarten Termin und maßen Leitwert , pH-Wert und Härte des Heizungswassers. Sie schlossen ein Gerät an, dass Wasser aus dem Kreislauf entnahm, es filterte und dann durch einen Ionenfänger schickte und es dann an andereer Stelle zurückführte. Innerhalb von 3 Tagen sollte das Heizungswasser demineralisiert sein. Nach dieser Zeit  wurden erneut pH-Wert, Leitfähigkeit und Härte des Wassers gemessen und notiert. Schon vor Fristablauf hatte ich kontrolliert, der Puffer hatte Traumwerte für Leitfähigkeit, der Heizungsbereich war nicht so gut, aber im grünen Bereich. Das bestätigte auch die Messung , als die Monteure wiederkamen. Allerdings maßen die nur an drei Heizkörpern im Haus. Der pH-Wert war zu hoch, 8,9, das Limit sei 8,5. (Nebenbei: Der Messgerätekoffer hatte in den 3 Tagen auf dem Pufferspeicher gelegen, die Messelektrode war also schön warm und trocken gewesen. gar nicht gut. Siehe https://www.umwelt-electronic.de/tipps_zur_ph-messung.htm ) Wenn man das Problem ändern wolle, müsse man wohl einen Systemtrenner zum alten  Rohrnetz mit den Stahlrohren einbauen, wurde mir beschieden. Dann sei das Wasser im alten Heizungssystem nicht mehr relevant. Weshalb haben das alle Experten vorher nicht gewusst?