Problemfälle:
Die Beschaffung des Pluto-Plus verlief noch recht problemlos, dank zahlreicher Anleitung durch andere Amateure galt das auch für die Inbetriebnahme.
Ärgerlich wurde es erst, als aus dem TX Ausgang des Pluto-Plus kein Nutzsignal mehr kam. Das Problem bei etlichen OMs wohl bekannt, aber Hinweise auf die Ursachen waren nicht zu bekommen. Mit etlichen Stunden des Probierens und Forschens war das lösbar.
Über das Firmware Update des Gerätes gibt es zahlreiche Quellen im Netz, viele davon beschreiben das Vorgehen auch recht gut. Wenn man dann feststellt, dass der Pluto-Plus nach wenigen Sekunden wieder abstürzt, ist das dann frustrierend. Man sucht die Ursache. Natürlich steht bei einigen Anleitungen, dass beide USB-Kabel verwendet werden sollten. Eine Begründung wäre da schon hilfreich gewesen. Wahrscheinlich haben die Autoren ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Fehlerursache ist zwar naheliegend, jedoch kam ich zunächst nicht darauf, weil es keine Hinweise in diese Richtung habe. Im finalen Aufbau der Station mit 10 cm Leitung zur Stromversorgung geht das natürlich auch mit einem Kabel. Das war mir schon aus der ersten Phase der Inbetriebnahme bekannt, sodass ich beim Update davon ausging, dass das grundsätzlich immer so ist. Es hat jedenfalls viel Zeit und eine zerschossene Firmware gekostet.
Mit der Firmware von F5OEO war das PTT-Problem gelöst, aber doch noch nicht so ganz. Das PTT-Signal im Pluto-Plus war ursprünglich mit 1,5 kOhm gegen +5 V geschaltet. 3 mA sollte der MOSFET doch schalten können. Mit Aktivierung des PTT-Signals sank die Spannung auf der PTT-Leitung aber nur um etwa 400 mV ab. Zunächst befürchtete ich einen Defekt. Mit einem Lastwiderstand von 33 kOhm fiel die Spannung auf 0 V. Das erforderte noch einmal die Anpassung der Schaltung, beim Prototyp wurde hier zu ein PNP-Transistor verwendet, der die PTT Leitung des Gerätes dann gegen Masse zieht und so den MOSFET entlastet.
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Leider musste ich die Leiterplatte des Controllers auch zweimal machen lassen. KICAD hatte in der ersten Version die Masseflächen über einige Leiterbahnen gezogen. Durch den Lötstopplack ist das auch gar nicht aufgefallen, erst einige Kurzschlüsse wiesen auf das Problem hin.
Die Schaltflanken des Signals zur Justierung des LNBs waren zunächst ziemlich verschliffen. Der PS 170 der zunächst für Q6 eingesetzt war, hat zwar eine recht hohe Grenzfrequenz, aber die Kapazität von Gate zu Source überforderte den ESP 32 offenbar an dieser Stelle. Der Einsatz eines normalen NPN-Transistors schaffte Abhilfe.
