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Frühstück ist um 7:30 Uhr geplant. Ein kleiner Cerberus wirft uns 10 Minuten vorher wieder raus, andere Gäste dürfen eintreten! Da war es wieder, das kleine Licht, das etwas zu sagen hatte. Als die Reiseleiterin kommt, dürfen auch wir rein. Das Frühstück ist einfach, aber brauchbar. Pünktliche Abfahrt.
Erstes Ziel, ein großer Baum mit monströsem Stamm in einer Parkanlage, ganz nett, aber ein Programmfüller.

Dann kam nach einer relativ kurzen Fahrt der nächste Programmpunkt: Ein Betrieb, der Wolle verarbeitet. Schöne Erklärung, wie das vom Schaf bis zur Wolle funktioniert, und wie man die dann verarbeitet. Das reichte vom Spinnen bis zur Weberei.


Nach einer weiteren Busetappe kamen wir zu einem Betrieb, der Mezcal herstellt. Das ist ein Schnaps, der aus fermentierten Argaven hergestellt wird. Wir bekamen Sachinformationen, gingen in die Felder und konnten die Verarbeitung bis zur Destillation sehen. Ganz nett, dann eine kleine Verköstigung mit Möglichkeit zum Einkauf. Das ist das Wesentliche an diesen Veranstaltungen.



Es gab noch einen kleinen Imbiss, der eher ein größeres Mittagessen war. Dann ging es wieder in den Bus und es folgten noch einmal gut 3 Stunden Fahrt.
Wir hielten an einer kleinen Gaststätte. Nach ein paar Verständigungsschwierigkeiten gab es ein brauchbares Essen und ein leckeres Bier.
Dann ging es schon im Dunkeln weiter zum Hotel. Es war eine Irrfahrt, es war ein Unfall passiert und unser Fahrer Edgar musste sich über enge Straßen quälen, die manchmal nur Feldwege waren.
Das Hotel ist aus den siebziger Jahren, aus den frühen siebziger Jahren, so sieht es jedenfalls aus.


Der Vorhang am Fenster ist halb offen und lässt sich nicht bewegen. Auf dem Balkon sind zwei helle Leuchten, die sich nicht ausschalten lassen. Die Klospülung ist defekt und das Waschbecken zerbrochen. Es ziehen sich mehrere Risse hindurch. Auch die Platte, in die es eingebaut ist, ist gebrochen. Und falls es mal etwas heißer zugeht: Kein Problem, es gibt keinen Rauchmelder mehr. Montiert, war jedenfalls wohl mal ein Gerät, wie es für einem normalen Haushalt geeignet ist. Na ja, die Dusche bleibt jedenfalls kalt, der Rost ist hier auch sehr aktiv.V ier Sterne hat das Hotel angeblich, die sind aber längst erloschen.
Das nächst Frühstück wurde wieder um 7:00 Uhr angesetzt. Das ermöglicht wieder einen längeren Aufenthalt im Bus.
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Das frühe Morgenmahl kommt nicht an die Qualität des ersten NH Hotels heran. Das Angebot ist etwas beschränkter, Rührei gibt es nur nach Anstellen, die Schlange ist lang (und nicht gefiedert.). So sind Käse und Wurst eine Alternative, diese sind in etwas mehr als briefmarkengroße Stückchen geschnitten, knapp 20 davon füllen eine Toastscheibe.
Um 8:00 Uhr saßen wir im Bus, eine erste Pause um 10:00 Uhr, die nur für kleinere Geschäfte in einer keramischen Abteilung reichte. Nächster Halt wurde für 12:00 Uhr versprochen, verbunden mit kleiner Kaffeepause. Die entfällt ohne weitere Bemerkung. Um 13:00 Uhr erreichten wir den Mont Alban, der eigentlich gar nicht auf dem Programm stand.

Wir besuchten das Museum, in dem Fundstücke aus der Ausgrabung gezeigt werden.
Dann machten wir einen Rundgang durch die Ausgrabungen bei aufziehendem Gewitter. Es bleibt aber dann doch bei ein paar heftigen Windböen. Im Laufe des Nachmittags haben wir fast täglich einen Regenschauer erlebt, manchmal auch Blitz und Donner.

Dann erfolgte die Weiterfahrt zu einem Gartenrestaurant, die Ankunft erfolgte dort gegen 15:00 Uhr, so richtig passend für einen kleinen Mittagsimbiss nach einem Frühstück um 7:00 Uhr.

Nach dem Mal geht’s ins Hotel einchecken. Die Zimmer sind im dritten Stock, es gibt keinen Lift. Die Arme waren gefühlt so lang wie die eines Affens.
Für 17:30 Uhr ist ein Spaziergang angesagt. Der Zutritt zum ersten wichtigen Innenhof scheitert an der Maskenpflicht. Ein Stück weiter fingt es heftig an zu regnen, wir drehten um.
Wir wollten uns noch an die Bar des Hotels setzen. Allerdings gibt es dort nicht einmal ein Bier!
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Nach dem Auschecken mussten wir lange auf den Kofferfahrdienst warten. Auf dem Weg zum Bus verläuft sich S. Und es ging im Schweinsgalopp enge, steile Straßen hoch, Kreuz quer, bis wir ziemlich durchgeschwitzt den Bus gefunden hatten.
Eine lange und holprige Fahrt von 320 km mit vielen Schlaglöchern ist angesagt. Ziel ist zunächst Xochicalco und die Pyramide der gefiederten Schlange. Die frühesten Besiedlungsspuren reichen bis 200 v. Chr. zurück, die bedeutendste Architektur entstand zwischen 700 und 900 n.C.. Zurr Blütezeit lebten dort wohl mehr als 20 000 Menschen. Beindruckend ist der Ort noch heute. Dieser Prrogrammpunkt wurde vorgezogen, wir verloren langsam den Überblick.

Dann fuhren wir weiter. Die Frage von S. um 13:40: „Haltet ihr noch 20 Minuten aus?“ Eine Stunde später saßen wir immer noch im Bus, der sich durch den Stau der Großstadt kämpfte. Um 15:30 Uhr gab es in einem sehr mäßigen Lokal die Möglichkeit zu einem Mittagsimbiss. Der Imbiss war so wie das Lokal.

Danach stiegen wir gegenüber zu einer Kirche auf, die auf den Resten einer zerstörten Pyramide gebaut worden ist. Es gab darin viel Prunk, wir empfanden, dass es aber nicht wirklich überragend war.

Wir fuhren zu einer weiteren Kirche, darin herrschte Fotoverbot.
Schließlich ging es zum nächsten Hotel in Puebla, wieder eines von der NH-Gruppe. Wir kamen gegen 18 Uhr dort an. Es kommt nicht an das in Mexico Stadt heran. Die Lobby ist gemütlich wie eine Bahnhofshalle. Dort gibt es auch das Frühstück.
Den nächste Programmpunkt, einen Spaziergang durch die Stadt, haben wir abgesagt, wir waren reichlich ersschöpft. Das Frühstük war wieder schon um um 7.00 Uhr angesagt. Uns war nicht ganz klar, was wir hier in dieser Stadt sollten. Im Programm steht: „Wir beobachten, wie in der ehrwürdigen Kolonialstadt das alte und das neue Mexiko aufeinandertreffen. Bekannt ist die Stadt auch für die Schönheit der Häuser im alten Zentrum, deren bunte Fassaden oft noch mit Kacheln verziert sind.“ Das ist uns wohl entgangen.

Den dürfen wir nicht vergessen, den Popocatépetl, 5286 m groß. Er liegt nahe Puebla. Er war an diesem Tag missgestimmt und spuckte Qualmwolken wie ein gigantischer Pfeifenraucher aus. In der Nacht spuckte er sogar ein paar Steine aus. So haben wir uns am nächsten Tag buchstäblich aus dem Staub gemacht...
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Wir verließen die Stadt Mexiko und fuhren über die Autobahn ins Gebirge. Die Strecke führte in mehr als 3800 m Höhe. Erstaunlicherweise ist diese Hochebene noch grün, es wachsen Bäume, man erkennt die enorme Höhe kaum. Mit der Fahrt nach Taxco begann die Folge der unendlich langen Busfahrten, die sehr belastend waren. Dabei zeigte sich auch der Unterschied zu anderen bisher unternommenen Reisen: Dort wurden solche langen Fahrten auf benutzt, um über Land und Leute im Detail zu informieren. Das reichte von der Vorstellung der sozialen Sicherungssysteme über Kindergarten, das Schulwesen, die Hochschulausbildung bis zur Kultur. Zeitgenössische Musik wurde vorgestellt, ebenso auch aktuelle Literatur. Das war keine Dauerberieselung, verkürzte uns aber die Zeit bei längeren Fahrtstrecken. In Mexiko war das nicht der Fall. Einziger Besichtigungspunkt des Tages war eine angebliche Silbermine. Taxco hatte früher einmal zahlreiche Minen, in denen Silberabgebaut wurde. Im Ort waren dann verarbeitende Betriebe angesiedelt, die daraus in erster Linie Schmuck herstellten. Dadurch ist der Ort bekannt geworden. In den letzten Jahren waren aber die Minen weit gehend ausgebeutet, bzw. war die Bereitschaft zur schweren Arbeit im Bergwerk nicht mehr vorhanden. Die Pandemie tat das Ihrige dazu, so dass es dort heute wohl keine oder nur noch sehr wenige Silberminen gibt.

Diese Mine, die wir besuchten, war allerdings nur noch ein Laden, der Silberschmuck und ähnliche Dinge verkaufte. Insgesamt hat er wohl an unserer Gruppe nicht viel verdient.
Es ging weiter in den Ort. Am Ortsausgang mussten wir den Bus verlassen, der durfte nicht bis an das Hotel fahren. Die Straßen sind sehr eng, eigentlich sollte der Ort ganz autofrei sein. Eigentlich, denn es sah anders aus. Zwischen den Fußgängern quetschten sich Fahrzeugkolonnen durch die engen Gassen. Unsere Koffer waren in einen Wagen verladen worden, der zum Hotel fuhr. Wir gingen zu Fuß.

Vor dem Einchecken haben wir in einem Restaurant auf der Terrasse eines Hausdachs gegenüber des Hauptplatzes eine Kleinigkeit gegessen. Über zahlreiche Treppchen, verwinkelt und eng, gelangte man auf diese Terrasse. Der Lohn war ein fantastischer Blick über den Ort. Die Verpflegung dort oben war recht ordentlich.
Dann ging's zum Hotel gegenüber, ein uriges Gebäude, nicht sehr modern, dafür hatte es aber einen wirklich markanten Charakter.


Es war Sonntag, aber nicht nur deshalb ging es gegenüber in die Kirche. Die Kirche hat mich wirklich vom Hocker gerissen, allerdings waren dort gewaltige großflächige Holzarbeiten zu sehen. Die wurden als besonders sehenswert angepriesen. In der Kirche war noch eine Maskenpflicht angeordnet. Generell wurde in Mexiko noch an vielen Stellen eine Maske getragen. Auch auf den Straßen haben wir noch viele Leute mit Masken gesehen, obwohl es keine Vorschrift dafür gab.


Dann hätte man noch auf den Berg gegenüber mit der Seilbahn fahren können, um auf die Stadt herunter zu sehen, das haben wir uns erspart. Stattdessen sind wir noch zu Fuß durch die Stadt gegangen.
Wirklich ärgerlich war nur, dass es dort so viele Insekten gab: Käfer, made in Mexiko! Selten habe ich so viele davon auf einer Stelle gesehen, die fuhren offenbar über einen Rundweg ständig durch den Ort. Manche Kennzeichen bzw. markante Versionen davon, habe ich immer wieder gesehen. Einige Polizisten standen wild pfeifend an Kreuzungen und Einmündungen, was sie dort bewirken wollten, war nicht zu erkennen. Eigentlich sollte die Stadt ja autofrei sein, aber in Mexiko ist vieles anders.

Abends haben wir auf der Dachterrasse des Hotels noch ein Bier getrunken und eine Kleinigkeit gegessen. Da es sehr windig war, haben wir unter einem Vordach gesessen. Es trafen dort dann noch einige weitere Mitreisende ein, es war ein schöner Abend.

Auf dem Hauptplatz des Ortes war eine Art Bühne aufgebaut, auf der ständig irgendwelche Darbietungen geboten wurden. Schon in der Dunkelheit sind wir heruntergegangen und haben uns von der Stimmung dort einfangen lassen.

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Wir hatten drei Übernachtungen in der Stadt Mexiko, am nächsten Tag machten wir uns wieder mit dem Bus auf zu den Zielen des Programms am Samstag.
Mexiko-Stadt hat zwei Basiliken. In deren Umgebung gibt es ein Mordsgedränge. Tausende Menschen drängen sich dort. Die alte Basilika wurde 1622 errichtet, nachdem auf dem Mantel eines Indios eine Mariendarstellung entdeckt wurde. Andere sagen, dass man 1695 mit dem Bau begonnen hat, der dann 1709 beendet wurde. Die Stadt Mexiko wurde auf sehr ungünstigem Grund gebaut, in der Folge sinken viele Gebäude ein. So auch die alte Basilika, die schon ganz deutlich sichtbar schief steht. Es gibt Risse, deshalb darf sie nicht mehr von vielen Menschen betreten werden. Schade!

Gegenüber wurde zwischen 1974 und 1976 eine neue Kirche errichtet, ein monströser Betonbau. Er erinnert an einen großen Hut, der auf einigen Stelzen über dem Boden schwebt. Die Abmessungen sind gigantisch, bis zu 40.000 Menschen passen hinein. Sie gilt als eine der größten Kirchen der Welt. Auch die letzten drei Päpste waren wiederholt in dieser Kirche, in der praktisch ohne Unterbrechung die Messe gefeiert wird. Die Türen des Grundkörpers stehen meistens offen und so pilgern ganze Scharen von Menschen trotz des Gottesdienstes durch die Kirche.

Dann ging es weiter nach Teotihuacan. Dort sind die als UNESCO Weltkulturerbe anerkannten Sonnen- und Mondpyramide. Die Indios in Mexiko haben ebenso wie die alten Ägypter gewaltige Pyramiden gebaut. Diese dienten allerdings nicht in erster Linie als Grabkammern, das war die Ausnahme. Vielmehr baute man eigentlich nur Pyramidenstrümpfe und setzte einen netten Tempel oder ein besonders Bauwerk wie ein prunkvolles Wohnhaus oben drauf. Dabei wurden die Pyramiden im Laufe ihrer Geschichte mehrfach überbaut. D.h., nach dem die Pyramide fertig war, wurde später eine weitere Lage außen aufgetragen, so dass die Pyramide größer wurde, manchmal auch höher. So haben verschiedene Generation sich durch diese Ergänzung übertroffen.

Das Gelände, auf dem die Sonnen und Mondpyramide stehen, ist riesig. Hier kann man viele Kilometer laufen, wenn man sie besichtigen möchte. Die großen Pyramiden konnten nicht mehr bestiegen werden. Es hat wohl zahlreiche Unfälle gegeben, so dass das Besteigen inzwischen untersagt ist. Allerdings sind noch kleinere Pyramiden da, und man muss bei dem Weg durch das Gelände sehr viele Stufen hoch und runter klettern. Diese Stufen sind sehr unregelmäßig und ziemlich hoch, das macht das Gehen ziemlich mühsam. Außerdem war es für uns, die wir aus dem Winter kamen, mit knapp 30° ziemlich heiß. Und das im März und obwohl Mexiko auf gut 2200 m Höhe liegt! Wir waren jedenfalls alle ziemlich geschafft als wir unsere Tour dort beendet hatte.
Dann mussten wir noch durch eine Ausstellung und uns einige Dinge ansehen, die auf dem Gelände gefunden worden waren.


Es war uns ein Restaurant am Ausgang versprochen worden, das bestand leider nur aus einem Getränkeautomaten. Wir fuhren weiter mit dem Bus zu einem offenen Restaurant an einem Campingplatz in der Nähe der Ausgrabungen. Dort konnten wir uns ganz brauchbar verpflegen. Das war so reichlich, dass einige sogar auf das Abendessen verzichtet haben.
Dazu gab es dann noch eine Verkaufsschau, in der die Bearbeitung von Stein gezeigt wurde. Geschliffene und polierte Steinplatten waren uns auch schon vorher in den Ausgrabungen von Scharen fliegender Händler angeboten worden. Ferner gab es noch Liköre und Schnäpse. Nach einigen Gläsern zur Probe wurde auch so manche Flasche verkauft. Das funktionierte auch später wieder.
