Noch einfacher bitte!
Abb. 2
In 2024 wurde ich auf einen „Pluto-Plus“ aufmerksam, der in einem Metallgehäuse steckt, einen ziemlich stabilen TCXO hat, dazu eine RJ45-Buchse für den Netzwerkanschluss. Auf der Platine sind bereits Anschlüsse für PTT vorgesehen. Der Pluto-Plus wird (noch) nicht in Deutschland verkauft, wahrscheinlich um sich vor markenrechtlichen Klagen zu schützen. Wenn man bei Ali-Express nach „Pluto-Plus“ sucht, wird man schnell fündig. Falls man dann einen Erstbestellerrabatt bekommt, erhält man das Teil sogar günstiger als den Adalm Pluto. Ich habe es gewagt und das Teil bestellt, nach gut 14 Tagen lag es bei mir auf dem Arbeitstisch, siehe Abb. 2. Natürlich ist Zoll zu zahlen, die Zollabwicklung erledigt aber der Verkäufer.
Damit sollte nun eine einfachere, praxistaugliche Station gebaut werden.
Der Pluto-Plus ist fast kompatibel mit dem Original, aber eben nur fast! Installiert man Treiber und die Software „SDR-Console“, möchte der Pluto-Plus ein Firmwareupdate machen. Falls man dann unwissend die Firmware für den Adalm-Pluto aufspielt, funktioniert die Netzwerkbuchse nicht mehr. Denn der Adalm Pluto hat keine Netzwerkbuchse, folglich auch keine Software dafür. Da lauern viele Fallstricke. Später mehr dazu.
Fehlt dann noch eine geeignete PA. Es gibt einen OM, der eine kleine Firma hat, die eine passende PA vertreibt. Die kann auch mit der geringen Ausgangsleistung des Pluto-Plus auskommen und hat Filter, um die Signalqualität zu verbessern. Erste Informationen findet man bei [2]. Über die dort angegebene Mail-Adresse war schnell derr Kontakt hergestellt und die Baugruppe zügig geliefert, obwohl der OM wohl viel zu tun hat.
Stabile LNBs sind heute fertig verfügbar, ein Umbau lohnt sich nicht. Man spart Zeit und umgeht das Risiko, das Teil versehentlich in Elektroschrott umzubauen. Unter dem Namen „Bullseye“ gibt es einen LNB, der bereits einen ziemlich stabilen TCXO enthält. Zusätzlich liegt an einem zweiten Ausgang das 25 MHz-Signal des TCXO zwecks Kontrolle mit einem Frequenzzähler. Das macht Sinn, denn über diesen Ausgang kann man auch die Oszillatorfrequenz in Stufen feinjustieren. Jeder Schritt bewirkt eine Veränderung der Empfangsfrequenz von ca. 200 Hz, damit kommt man an die Wunschfrequenz. Über den ersten Ausgang erhält man das empfangene Signal. über die Änderung der Versorgungsspannung von 13V zu 19V wird die Polarisationsrichtung umgeschaltet.