Die Controller-Platine beheimatet ein ESP 32-Modul von JOYIT, es wird von einem kleinen Schalt­regler U1 mit 5 V versorgt. Die Relais erfordern diesen Umweg, denn die benötigen 12 V zum Betrieb. Deren Ansteuerung muss wohl nicht beschrieben werden, überQ3 wird der Lüfter per PWM gesteu­ert. Die Schaltimpulse werden herausgefiltert, da die Lüfter- Elektronik launisch auf das PWM rea­gierte. Der zweite LNB Anschluss, führt auf die F-Buchse J3. das Oszillatorsignal wird über C15 und C14 ausgekoppelt und von einem kleinen Verstärker Q1 soweit erhöht, damit es für einen unemp­findlichen Frequenzzähler an J4 reicht.

Vielleicht etwas seltsam wird die 15 V Gleichspannung über Q13 mittels Q6 von der zweiten seriellen Schnittstelle des ESP 32 geschaltet. Die Frequenz des Oszillatorsignals kann über das Absen­ken des Gleichspannungspegels an der zweiten Buchse im Rhythmus von bestimmten ASCII-Zeichen verändert werden. Dokumentiert ist das in [4]. Eindruck auf einen der Taster SW1 bis SW3 bestimmt, welches Zeichen gesendet wird und damit die Frequenz erhöht, erniedrigt, oder den Istwert dauer­haft speichert. Verwendet man für Q6 einen BC547, verbessert sich die Flankensteilheit der Programmierspannung deutlich. Die Steuerung ist auch über das Webinterface möglich. Schaltung und Platine findet man auch bei [3].

Der LNB ist an die Controller-Unit angeschlossen, das Empfangssignal wird über die Einspeiseweiche zum Pluto-Plus durchgereicht.

Schaltung Controller

Abb. 5, Controller

U2 ist ein einfacher Vierkanal-16 Bit-AD- Wandler für die Messung der wichtigsten Betriebsspannun­gen und des SWR. Verwendet wurde hier ein Breakout, das vermeidet den Umgang mit dem winzi­gen IC. Ein eigener AD-Wandler ist sinnvoll, da die AD-Wandler im ESP32 eine üble Linearität haben und die GPIOs des ESP32 auch ziemlich knapp wurden. Die hohe Auflösung des Wandlers erlaubt ein lässiges Vorgehen mit den hier vorkommenden Spannungswerten, die Kalibrierung findet in der Software statt. Das ist immer noch genauer, als es erforderlich ist.

Das Netzwerkmodul U3 schafft einen LAN-Anschluss. Das Ausgangssignal des TX liegt frequenzmäßig dicht neben dem WLAN und Sendebetrieb bringt das WLAN leicht außer Tritt. Der W5500 wird über eine SPI-Schnittstelle angesteuert, das ist kein Hexenwerk. Wichtig: Der kleine W5500-Baustein braucht 3,3 V, nur die größere Version hat einen eigenen Spannungsregler! Das habe ich auch erst gemerkt, als es mit 5 V nicht ging,

Auch bei dieser Platine sind alle Anschlussleitungen gesteckt oder aber nur an einem Ende angelötet. Das erleichtert den Ausbau, beim Test des Prototyps war das häufiger nötig. Hier hätte man auch Stiftleisten einbauen können, aber man hätte viele sehr kleinen Kontakte Ader für Ader anpressen müssen. Vorkonfektioniert sind Kabel nur mit dem Stecker an einem Ende erhältlich.

Der Aufbau erfolgte konventionell mit nur wenigen SMD-Bauteilen. Viel Platinenplatz wäre auch nicht einzusparen gewesen. Durch die Verwendung der Module für Netzteil Spannungswandler und ESP 32 ist Raum unter den Modulen geblieben, der auch noch Bauteile aufnehmen konnte.