Die Frage ist natürlich: weshalb macht man sowas? Man erlebt Seefahrt, so wie sie ist und nicht wie im Kreuzfahrtschiff, das letztlich nur eine schwimmende Clubanlage ist. Man hat die Möglichkeit auf die Brücke aufzuhalten, das ist die Kommandozentrale des Schiffs zu gehen, kann mit dem Ingenieur mal in den Maschinenraum und bekommt Eindrücke, wie es wirklich im Schiffsleben zugeht.

Das war hochinteressant. Vor allen Dingen die Führungsriege hat ein großes Maß an Büroarbeit zu leisten, das machte geschätzt 50 % ihrer Arbeitszeit aus. Ein Frachtschiff fährt immer, außer es wird beladen, geschleust, oder muss irgendwo warten. Der Kapitän und die beiden Offiziere wechseln sich beim Steuern im 4 Stunden Rhythmus ab. Von null bis 4:00 Uhr fuhr der erste Offizier von vier bis 8:00 Uhr der zweite Offizier, von acht bis 12:00 Uhr der Kapitän. Dann war wieder der erste Offizier dran usw. Auch während dieser Phasen hatten Kapitän und Offiziere noch andere Arbeiten zu tun, eben auch diese Büroarbeiten.

