Dann waren wir schließlich wieder im Nord-Ostsee-Kanal. Über den Kanal gehen an etlichen Stellen hohe Brücken, die eine Durchfahrtshöhe von 40 m und mehr erlauben. Ferner gibt es zehn Fähren, die zwischen den Ufern passieren. Aus alter Tradition sind diese Fähren (noch) kostenfrei und sie fahren in zeitlich recht kurzem Abstand. Manche Fährstationen sind auch ein Ort mit einem Ausflugslokal, bei schönem Wetter ein nettes Ziel. Besonders originell ist die Seilschwebefähre, bei der der Fährkörper an Seilen unter einer Eisenbahnbrücke hängt. Das ganze Gebilde wird dann auf die andere Seite bewegt, wenn kein Schiff kommt!


Weitere Verzögerungen gab es noch im Nord-Ostsee,-Kanal da der Kanal nicht auf gesamter Breite die volle Tiefe hat, ist die Begegnung von großen Schiffen nur an wenigen Stellen möglich. Das sind die "Weichen". Jedes Schiff erhält eine bestimmte Bewertungszahl, die sich nach Tiefgang, Breite und anderen Dingen richtet. Ist die Summe der Bewertungszahl von zwei Schiffen größer als eine bestimmte Grenze, muss das Schiff mit der kleineren Zahl an einer solchen Ausgleichsstelle warten, bis das größere Schiff passiert hat. Der Revierleitung des Kanals ist ja bekannt, wer sich im Kanal befindet und in welche Richtung er fährt. So kann dann über spezielle Lichtsignale, die man mit Ampeln vergleichen kann, das Warten oder die freie Durchfahrt signalisiert werden. So haben wir auf der Rückfahrt etwa zweieinhalb Stunden warten müssen und kamen deshalb erst spät am Abend wieder in Brunsbüttel an.


Wir hatten zwei sehr nette Lotsen, die uns in Ihrem Versetzboot auf die andere Hafenseite mitnahmen, was uns den Umweg über die Kanalfähre ersparte. Dann galt es noch das Auto wieder abzuholen, das wir an der Ferienwohnung geparkt hatten. Von dort ging es dann nachts zurück nachhause.