Es ging früh raus, um 8:00 Uhr saßen wir im Bus. Ziel war der Hafen, wo wir auf ein geschlossenes Boot stiegen, das unserer Gruppe vorbehalten war. Es ging raus auf den Titikakasee.

Vor der Bucht von Puno ist ein großer Schilfgürtel, der nur wenige Durchlässe in den restlichen See hat. Bemerkenswert ist, dass dieser Schiffgürtel schwimmt. Beim Ansteigen des Wasserspiegels werden die Wurzeln vom Grund des Sees abgerissen. Das hat dazu geführt, dass Menschen Platten aus dem Schilfgürtel mit einer großen Säge ausgeschnitten haben und weiter auf den See gezogen haben. Das haben sie mit mehreren solchen Blöcken gemacht und die wieder miteinander verbunden. Auf das vorhandene Schilf haben sie weiteres Schilf aufgebracht, dass sie aus den Schilffeldern abgeschnitten hatten. Dadurch wuchs die Höhe dieses schwimmenden Eilandes. Dann wurden auf diese Inseln Gebäude errichtet. Als Baumaterial dienten Holz und wiederum Schilf. Auf diese Weise sind zahlreiche Inseln entstanden, die man dann allerdings durch Seile miteinander verbunden hat. Dadurch können Sie nicht unkontrolliert weg schwimmen.



Auf jeder dieser Inseln haben sich Lebensgemeinschaften angesiedelt, deren Leben ausschließlich auf diesen schwimmenden Inseln stattfindet. Man nennt diese Menschengruppen Uros. Die Bewohner hoffen auf Touristen, denen Handarbeiten verkauft werden sollen. Man lebt auch vom Tauschhandel. Eine solche Insel haben wir besucht, es ist schon etwas befremdend, dort herum zu laufen, der Ugrund inacht. Uns wurde der Bau einer solchen Insel an einem kleinen Modell erklärt. Allerlei Handarbeiten wurden uns zum Kauf angeboten. Das Leben auf diesen Inseln ist hart in der Höhe von 3800 m sind die Winter hart, oft ist es extrem feucht, das greift die Gesundheit erheblich an. die Inselbewohner werden kaum älter als 50 Jahre. Kinder werden auf diesen Inseln geboren, viele sterben sehr jung. Ursache sind Krankheiten, andere ertrinken einfach. Hier gibt es ssogar elektrischen Strom über einige kleine Solarzellen. Es existieren keine Wasserleitungen und keine Kanalisation. Auch ein Schulbesuch ist erst nach dem überwinden großer Hindernisse möglich.

Zurück auf dem Boot feuchten 1 Stunde Fahrt zu einer der wenigen Inseln im Titicacasee. Auf Taquile leben knapp 5000 Menschen Strom erhalten Sie auch nur über Solarzellen, Wasser aus einigen Quellen. Taquile ist sehr grün, viele Blumenblüten auch im Herbst. Ein Aufstieg um nur 50 Höhenmeter, erforderte von uns doch erhebliche Anstrengung,Wir aßen in einem privaten Gasthaus und zwar wundervoll mit Meerblick im Garten. Von unserem Local Guide hatten wir schon auf der Schiffsfahrt, viel über die Lebensgewohnheiten der Menschen dort erfahren. Nach unserem Essen erhielten wir einen weiteren, langen Vortrag. an vielen Beispielen wurde uns erklärt, welche Kleidungsgewohnheiten dort herrschen.

Die Wolle der dort gehalten, nur Tiere wird von den Frauen gesponnen und zum Teil verwebt. Kurioserweise sind die Männer dafür zuständig, zu stricken. Sie schaffen so weitere sehr feine Kleidungsstücke. Das ist feinstes Handwerk, wir konnten uns selbst einen Ein Öl druck davon machen. Unser Guide Benito gab dabei das Modell, dass die Kleidungsstücke vorführte.

Der Abstieg war wesentlich leichter, und circa 90 Minuten später hatten wir den Hafenen von Puno wieder erreicht. Es gab noch eine Gelegenheit, sich für den nächsten Tag zu versorgen, dann ging’s zurück ins Hotel. Dort war zwar kein Essen vorgesehen, aber ein Sundouwner an der Bar war angesagt.