Der Start in Yucay erfolgte erst um 9:00 Uhr, ein Segen nach der langen Reise am Vortag!
.

Nach einigen Fotostopps, bei denen sich ein fantastischer Blick auf das Urubamba-Tal ergab, erklommen wir die Höhe zu den Terrassen von Maras. Hier wird Salzgewinnung so betrieben, wie man sie sonst nur an Meeresküsten kennt. Wasser wird in die Becken gelassen, in denen es später verdunstet, zurückbleibt das im Wasser enthaltene Salz. Hier existiert eine Quelle, die ziemlich salzhaltiges Wasser liefert. Es entspannt sich eine Diskussion darüber, wie hoch denn der Salzgehalt im Wasser wohl ist und wie viel Wasser man in eines dieser Becken einleiten muss, um einen Sack Salz zu gewinnen. Wie immer, es herrschte hier ein touristischer Rummel. Mühsam war der Weg zurück an den Hang des Tals.


Der nächste Halt war an einer Terrassenanlage aus der Inkazeit. Hier waren ringförmig in die Landschaft Stufen eingebaut worden, auf denen Felder angelegt worden waren. Es erinnerte im Aussehen an ein Amphitheater. Die Stufen durften nicht mehr betreten werden. Insgesamt kein überwältigendes Erlebnis.
Von dort aus ging es noch weiter hinauf zu einer kleinen Siedlung. Der Empfang erfolgte recht herzlich mit einer Musikkapelle. Nach einem kurzen Überblick wurde uns ein typisches Essen dieser Siedler serviert. Es war in einem Erdofen zubereitet worden. Das ist im Grunde ein Loch, in dem Feuer gemacht wird. Darauf kommt dann in verschiedenen Schichten das zuzubereitende Essen. Das Ganze wird dann abgedeckt, so köcheln im Ofen langsam die Speisen. Für unsere Verhältnisse war es sehr außergewöhnlich, vieles davon war sehr schmackhaft. Wer wollte, hatte die Gelegenheit, gebratenes Meerschweinchen zu essen. Muss aber nicht sein!

Dann war Lernen angesagt, wir mussten einige Begriffe aus der Sprache Quechua der Dorfbewohner lernen und uns dann mit unserem Namen vorstellen und unser Alter nennen. Auch unser Lehrer hatte dabei Spaß.

Anschließend wurde der Unterricht draußen fortgesetzt.


Dazu war es aber erforderlich, die entsprechende Tracht der Dorfbewohner anzulegen. Da wir etwas andere Körper-Proportionen haben, war das mit einiger Komik verbunden. Wir erfuhren, wie man den Segen der Götter erbitten kann, wenn man ein Feld bestellt. Dann hieß es, Lehm abzugraben, um daraus Lehmziegel zu erstellen.


In den Prozess wurden auch wir als Besucher mit eingebunden. Zum Schluss wurde die gesamte Runde zu einem Tanz aufgefordert, das ergab für alle Beteiligten Spaß. Mit Musik wurden wir wieder zum Bus geleitet, der Abschied erfolgte mit viel Winken und Jubel.
Es ging zurück ins Hotel, an diesem Tag war bereits etwas früher das Programm zu Ende.