Der Abschied von Cusco war jetzt unvermeidbar. Während der größte Teil der Gruppe sich zum Flughafen begab, um den Heimweg anzutreten, flogen sieben Reisende aus der Gruppe weiter nach Puerte Aldonado, um noch einige Tage im Regenwald zu verbringen.

Nach einem kurzen Flug landeten wir auf einem winzigen Flughafen in Puerto Aldonado. Eine Reiseleiterin holte uns dort ab, wir fuhren in das Büro der Firma vor Ort. Dort wurden aus den Koffern die für die nächsten Tage erforderlichen Kleidungsstücke in leichtere Taschen umgepackt. Das ist erforderlich, da der Weg zur Lodge in einem Boot zurückgelegt wird, das unmöglich Koffer transportieren könnte.

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Unser Bus war den hier üblichen Temperaturen angepasst. Er hatte keine Scheiben in den Seitenfenstern. Hier freut man sich wohl über jeden Luftzug.

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Wir wurden zum Hafen am Fluss gefahren. Dort bestiegen wir ein Boot, mit dem wir circa eineinhalb Stunden flussabwärts fuhren. Der Fluss war erstaunlich breit, geschätzt waren es wohl etwa 450 m. Er führte viel Wasser, die Regenzeit war recht heftig und noch nicht allzu lange vorbei. Die Strömung war gewaltig. Wir fuhren flussabwärts, so dass sich die Geschwindigkeit des Flusses zu der des Bootes addierte. Die Boote waren sehr lang aber schmal. Dadurch konnten sie eine hohe Geschwindigkeit erreichen, waren allerdings sehr kippelig. Deshalb war es angeraten, im Boot möglichst sitzen zu bleiben.

 

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Dort befindet sich die Lodge. Es wurde eingecheckt, es gab ein ziemlich verspätetes Mittagessen.

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Nach kurzer Pause ging es auf Tour in den Regenwald. Es war sehr heiß und schwül, die hohe Luftfeuchtigkeit belastet. Wir waren das trockene Klima in den Anden gewohnt und stießen nun genau auf das Gegenteil. Wir mussten uns erst daran wieder gewöhnen.Kaum vorstellbar ist die Dichte der Vegetation. Die Bäume haben unvorstellbare Abmessungen. Tiere sieht man kaum, sie haben sich ihrer Umgebung farblich so angepasst, dass man sie nicht wahrnimmt. Wir erreichten einen kleinen See, in dem Kaimane leben. Dort konnten wir allerdings nur ein paar kleinere Exemplare beobachten.

 

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Nach dem Rückweg war es auch bald Zeit für das Abendessen.

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Um 20:00 Uhr bestiegen wir noch einmal das Boot und fuhren ein Stück den Fluss aufwärts. Mit einer starken Lampe wurde manchmal das Ufer ab geleuchtet, um die Augen dort befindlicher Tiere zu entdecken.

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Der Erfolg war allerdings recht mäßig. Verblüffend war allerdings der Sternenhimmel, der Dank der fehlenden Lichtverschmutzung wirklich einmalig schön zu sehen war. Ein paar der Sterne erkannten wir wieder, die wir schon vorher von unserer Reiseleiterin B. F. gezeigt bekommen hatten. Der Bootsführer ließ das Boot schließlich flussabwärts treiben, bis wir die Lodge wieder erreichten.

Die meisten aus der Gruppe waren reichlich müde, wir haben auch sofort fest geschlafen.